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So. Ich habe mein Zimmer sauber gemacht. Also so richtig richtig sauber gemacht. So wie ich es hier angekündigt hatte. Dabei habe ich Dinge gefunden von deren Existenz ich gar nichts oder nur vage etwas wusste.

  • ein DVD-Laufwerk mit der Beschriftung "vermutlich defekt" (meine Handschrift)
  • Roller Coaster Tycoon 1 und Addon. Yay das war ein cooles Spiel!
  • Mech Commander o.o ich kann mich gar nicht erinnern das durchgespielt zu haben. Soll ich das nachholen?
  • einen halben Bambus, ca. 50 cm lang
  • einen Zettel, dass mir jemand noch 4,95€ schuldet (lol)
  • FONIC-Handbuch. Ich habe es in die Schublade für ewiges Aufbewahren von vermutlich niemals benötigten Gegenständen gelegt. Mit Fonic bin ich übrigens zufrieden.
  • 3,5"-Diskettenlaufwerk (mit Diskette, juchu!)
  • IDE-Kabel (War ja klar, dass man sowas findet. Soll ich das auch in oben genannte Schublade legen?)
  • vier PC3200-RAM-Bausteine mit vermutlich jeweils 512MB Speicherkapazität (braucht die jemand?)
  • eine Sockel-939-CPU mit der Beschriftung "3000+" (braucht die jemand?)
  • eine Super-Mario-Taschentücherpackung!

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Während ich so letztens beim Crêpes-Essen saß, fühlte sich mein Ohr auf einmal seltsam an. Man könnte nun vermuten, dass es daran lag, dass um mich herum Französisch gesprochen wurde und ich da nicht so viel verstehe, aber mir kam da eher irgendetwas sehr leicht vor. Im nächsten Moment wusste ich auch schon was: der rechte Bügel meiner Brille (die ich seit mehr als 9 Jahren unverändert mit mir herumtrage) konnte sich auf einmal über das Gelenk hinaus in einen nahezu rechten Winkel zu den Gläsern stellen. Anschließend fiel er einfach ab. Ich konnte sehen, dass nicht etwa die Schraube schadhaft war, sondern der Stift, der sich an ihr befand. Dieser hatte keinen Halt im Bügel.

Lange Rede, kurzer Sinn: ich musste also dringend zum Optiker. In meiner Tagesbeschäftigungsstelle (auch bekannt als „Arbeit“) kann ich ja noch mit einbügeliger Brille herumsitzen, aber beim Fahrradfahren o. ä. fällt sie zu leicht ab. Glücklicherweise befindet sich in Nähe eben dieser Tagesbeschäftigungsstelle ein großes Kaufhaus mit 3 (in Worten: drei) Optikern. Hossa!
Mein Ziel war es natürlich, alle drei Optiker vor einer Entscheidung zu belästigen – und dann den günstigsten zu wählen.
Die Besuche liefen folgendermaßen ab (ich beschränke mich lediglich auf die reparatur-relevanten Aspekte der Besuche, die Anfragen zu Preisen einer neuen Brille lasse ich nahezu außen vor):

1. Optiker: Der Optiker stand auf einer Plattform hinter einem ca. 1,70 m hohen Tresen, so dass man schräg nach oben sehen musste, um ihm ins Gesicht sehen zu können. Er kam aber auch schnell wieder von der Plattform herunter und ich hielt ihm meine Brille hin. „Die ist kaputt.“ Ja gut, das hatte ich ja bemerkt. Ob man sie denn nicht reparieren könne? „Nein, ich kann Ihnen da einen Tropfen Sekundenkleber draufmachen, dann hält sie zwei Wochen. Sie dürfen sie dann nur nicht zuklappen.“ Hm – das ist aber blöd. Ich klappe meine Brille (fast) immer zu, wenn ich sie weglege, da kann ich doch nicht einfach anfangen, sie auf einmal offen wegzulegen! Nun ja – vielen Dank, aber das mit dem Sekundenkleber würde ich dann einfach selbst machen. (Bzw. zur Not vom dritten Optiker machen lassen, nachdem ich ja schlecht mit einer geklebten Brille zu den anderen Optikern gehen und nach ihrer Meinung fragen kann…)
P.S.: Ansonsten war der Optiker wirklich nicht unfreundlich oder so : )

2. Optiker: Da stand ich erstmal circa 5 Minuten in der Schlange, aber das macht ja nichts. Dann präsentierte ich der Optikerin meine Brille und fragte gleich, ob man sie reparieren könne. „Oh, nein. Da ist die Feder gebrochen. Da kann man gar nichts mehr machen.“ Aha! Eine neue Information! Immerhin wusste ich ein wenig mehr zu der Krankheit meiner Brille. Half nur nichts bei der Behebung. Aber es ist netter, zu wissen, was kaputt ist, als dann zu Hause zu sitzen und zu überlegen, ob man nicht doch noch irgendwas machen könnte, um sie zu reparieren. „Aber ich kann da einen Tropfen Sekundenkleber draufmachen, dann hält sie wieder.“ Na das hatten wir doch schon. Nein, vielen Dank, das mache ich dann lieber selbst. (Diese Reaktion hatte sie nicht erwartet, deswegen machte sie die Sekundenklebertube auf, drehte sie um, ich sah sie mit großen Augen an, und sie sagte „Oh. Ach ja.“ Dann verstaute sie die Sekundenklebertube unbenutzt wieder und ich machte mich auf den Weg zum dritten Optiker.)

3. Optiker: Hier standen circa 5 Leute vor mir. Aus früheren Besuchen in dem Einkaufszentrum wusste ich, dass man laaaaange würde warten müssen. Weil kein Kunde einfach abgespeist wurde. Das kann ja auch sehr positiv sein und einen noch dazu in dieser hektischen Welt mal in Geduld üben. Also wartete ich die 20 Minuten (?) in der Schlange ab, bis ich vor dem netten Optiker stand, ihm meine Brille hinhielt und meinte, dass ich wisse, die Feder sei gebrochen und man könne da nichts mehr machen. Deswegen wüsste ich gern, wie viel denn eine neue Brille kosten würde. Der Optiker sah sich die Brille 1 Sekunde an und meinte „Ach was „kaputt“, ich schau mal, was ich machen kann.“ Oh! Schwupps verschwand er mit meiner Brille im nicht einsehbaren Bereich. Und ich stand herum. Die haben da übrigens sehr niedliche Brillenetuis. Und verkaufen Kontaktlinsen, die in einer Schublade lagern. Die Frau bezahlte knapp 27 Euro dafür. Außerdem werden Kunden, die Infos zu Brillen haben wollen (wie der Kunde nach der Kundin), alle gleich an Tische gesetzt (sofern verfügbar), ihr Name wird notiert und es wird vermerkt, warum sie da sind. Ein weiterer Kunde wurde an einen Tisch verwiesen. Ich konnte sehen bzw. hören, wie ein paar Brillen hochdruckgereinigt wurden und hoffte, dass meiner Brille auch eine solche Behandlung zuteil werden würde. Dann überlegte ich mir, wie viel das wohl alles kosten wird. Der Optiker akzeptiert aber EC-Karten (okay, wer heutzutage nicht mehr?). Der Optiker war immer noch nicht da. Also lehnte ich mich an den Tresen und dachte mir, dass ich gerade sicherlich keine öffentlichkeitstaugliche Haltung habe. Cool fand ich, dass die Anzeige der Kasse nur durch einen Schlitz im Marmor des Tresens zu erkennen war. Die restliche Kasse war aber hinter dem Marmor versteckt. Und dann sah ich noch - „So. Tut mir leid, aber ich hab keinen ähnlichen Bügel gefunden.“ Hu?! Da stand der Optiker auf einmal vor mir und in seiner Hand meine Brille. Mit zwei Bügeln. Okay, einer war mit schwarzem Endstück, das Original war durchsichtig aber who cares. „Ich hab Ihnen jetzt einfach mal den dran gemacht, ich hoffe das passt dann.“ Äh… ja. Klar. Danke! Ich erwartete, dass er mir sagt, wie viel es kostet. Dann fiel mir ein, dass ich ja trotzdem wissen will, wie viel eine neue Brille kostet. Die Auskunft hat er mir auch bereitwillig gegeben. Okay – und jetzt zu den Kosten bitte. Ich sah ihn erwartungsvoll an. „Dann schönen Abend!“ Huch – cool! Für den ganzen Aufwand nichts bezahlt. Na da komm ich doch gern mal wieder. Übrigens wurden auch die Nasenstützen ausgetauscht.

Und die Brille war natürlich hochdruckgereinigt.

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Kurzversion: Die Werkstatt ist doof und ich viel schlauer. Geld und Zeit gespart. Ich = glücklich.

Ausführliche Version:

Letztens kaufte ich einen Ford Focus und nicht einen Mercedes mit Automatikgetriebe. Dieser Hinweis dient 2 Zwecken. Erstens bekommt mein Eintrag so mehr Hits und zweitens weist er mich als bescheidenen und sparsamen Menschen aus. Heute habe ich nämlich wieder gespart. Und zwar mindestens 40 Euro. Und das kam so:

"Navigationssystem wird aktiviert" erschien seit gestern auf meinem Navibildschirm. Es wurde aber rein gar nichts aktiviert, sondern ich sollte wohl nur hingehalten werden. In anderen Worten: das Navi schien kaputt zu sein. Als erfahrene Hausfrau weiß ich, dass manchmal ein Reset hilft. Ich also frisch ran ans Werk. Auto aus, Auto an, Navi aus, Navi an. Immer schön Wartezeiten dazwischen... . Alle möglichen Menüpunkte ausprobiert, bis zum "auf Werkseinstellungen zurücksetzen". Aber alles hat nichts geholfen. Ich (wir erinnern uns - erfahrene Hausfrau) erwäge also ein Hard Reset, sprich, Strom abklemmen, möglichst durch das Rausnehmen der betreffenden Sicherung, weil ich sonst alles mögliche wieder neu einstellen muss. Laut Bedienungsanleitung kann ich mir eine von 139 Sicherungen raus suchen... Ah, da ist sie ja schon: Nummer 108, bezeichnet mit "Zubehör an Kombiinstrument (Audio- und Navigationssystem)". Sicherung raus - rein. Nichts. Das Radio blieb an. Die o.g. Meldung kam auch sofort wieder. Um mir nun viele Stunden Sicherungstesting und Frickelei vielleicht sparen zu können, rief ich bei meiner Ford Werkstatt in Berg am Laim an.

Hausfrau: "Mein Navi ist wohl kaputt."
Kfz-Meister: "Jaaa, also die Analyse mit Diagnosegerät kostet 40 Euro. Wenn wir dann nichts finden, kommt noch die Suche nach dem Fehler und die Reparatur dazu."
Ich: "Wie teuer wird das ungefähr?"
Lachen am anderen Ende . "Das kann ich Ihnen nicht sagen".
Ich: "Ich habe schon die Sicherung, wo drauf steht "Navigationsgerät" raus genommen. Hat aber keine Auswirkung gehabt, das Navi ging nicht mal aus. Wissen Sie vielleicht, welches die richtige Sicherung ist?"
Meister: "Da muss ich im Sicherungsplan nachgucken."
Ich: "Das habe ich ja gemacht, aber es scheint die falsche zu sein."
Meister: "Es könnte sein, dass noch eine 2. Sicherung dafür zuständig ist."
Ich: "Welche denn?"
Meister: "Weiß ich auch nicht. Da müssten Sie dann mal vorbei kommen. Wir schließen dann ein Diagnosegerät an. Das machen wir immer zuerst."

Wobei vor meinem inneren Auge gleich die 40+ Euro erschienen. "Dann muss ich mal gucken, wann ich Zeit habe, den Wagen abzugeben. Wiederhören."

Also noch mal Google. Nach Sicherungen, die auch noch für Navi zuständig sein könnten. Keine neuen Erkenntnisse. Also doch den ganz harten Reset *seufz*. Ich hatte die Schraube vom Pluspol der Batterie schon gelockert. Dann der Anruf von meinem Mann: Probier doch mal Sicherung 112 "Batterieversorgung für Audiomodule".

Gesagt getan. Alles ist gut. Navi geht wieder :-).

Wir fassen zuammen: Im Ford Focus ist für das Navigationssystem NICHT die Sicherung mit der Aufschrift "Navigationssystem" zuständig, sondern die mit "Audiomodule". Die Hausfrau weiß das jetzt. Der Ford Kfz-Meister nicht. Für 40 Euro wäre ich bereit, ihm diese Information zukommen zu lassen. Aber nur, wenn er dafür sein Auto bei mir 2 Tage in die "Werkstatt" stellt". ;-)