Springe zum Inhalt

3

Gemütlich lese ich mir die Klausur durch. "Interessante Aufgaben", denke ich mir. Doch erst mal einen Schluck Wasser trinken und einen Schokoriegel essen. Ich lese weiter. Die letze Aufgabe ist eigentlich nicht schwierig. Man soll ein Kreuzprodukt berechnen. Ich hätte mir einen Stift mitnehmen sollen, um die Aufgaben zu lösen! ...weiterlesen "Auf der anderen Seite der Klausur"

2

Ich konnte nicht einschlafen. Dies veranlasste mich dazu eine kleine Analyse vorzunehmen, wann der günstigste Zeitpunkt ist um eine Abschlussarbeit anzumelden, für die man "6 Monate" Zeit hat. Bei uns an der Uni wird das konkret so implementiert, dass zur momentanen Monatszahl 6 hinzu addiert wird. Meldet man seine Arbeit beispielsweise am 1.1. an, so muss man am 1.7. abgeben. Nicht klar ist mir, wann Abgabe ist wenn man am 31.3. anmeldet. Schließlich existiert der 31.9. nicht. Außerdem gibt es Schaltjahre. Ein Student, der im Jahr 2012 den Februar hindurch arbeitet hat also einen Tag mehr Zeit als einer der am gleichen Datum ein Jahr später anmeldet.
Daher gibt es hier eine kleine Übersicht für die Jahre 2012 und 2013, die angibt wie viel Zeit man effektiv hat, wenn man jeweils am 1. des Monats anmeldet:

  • 01.01.2012 bis 01.07.2012: 182 Tage
  • 01.02.2012 bis 01.08.2012: 182 Tage
  • 01.03.2012 bis 01.09.2012: 184 Tage
  • 01.04.2012 bis 01.10.2012: 183 Tage
  • 01.05.2012 bis 01.11.2012: 184 Tage
  • 01.06.2012 bis 01.12.2012: 183 Tage
  • 01.07.2012 bis 01.01.2013: 184 Tage
  • 01.08.2012 bis 01.02.2013: 184 Tage
  • 01.09.2012 bis 01.03.2013: 181 Tage
  • 01.10.2012 bis 01.04.2013: 182 Tage
  • 01.11.2012 bis 01.05.2013: 181 Tage
  • 01.12.2012 bis 01.06.2013: 182 Tage
  • 01.01.2013 bis 01.07.2013: 181 Tage
  • 01.02.2013 bis 01.08.2013: 181 Tage
  • 01.03.2013 bis 01.09.2013: 184 Tage
  • 01.04.2013 bis 01.10.2013: 183 Tage
  • 01.05.2013 bis 01.11.2013: 184 Tage
  • 01.06.2013 bis 01.12.2013: 183 Tage
  • 01.07.2013 bis 01.01.2014: 184 Tage
  • 01.08.2013 bis 01.02.2014: 184 Tage
  • 01.09.2013 bis 01.03.2014: 181 Tage
  • 01.10.2013 bis 01.04.2014: 182 Tage
  • 01.11.2013 bis 01.05.2014: 181 Tage
  • 01.12.2013 bis 01.06.2014: 182 Tage

Also nicht am 1.9. oder 1.11. eines Jahres anmelden, und am 1.1. oder 1.2. nur in Schaltjahren! Sonst hat man hier am wenigsten Zeit!

6

Ich bin gerade über eine Diskussion gestolpert, in der eine Schülerin Hilfe zu der Frage sucht, ob ihr Lehrer Grenzen überschritten haben könnte, weil er folgnde Dinge getan hat:

  1. Sie ohne ausreichende Rechtfertigung umgesetzt
  2. Sie in scherzhaften Beispielen im Unterricht erwähnt
  3. Ihr auf den Rücken gefasst

Aus dem Text geht dann hervor, dass sie vermutet, er mag sie, und daher ist ihr aufgefallen, dass sie "wirklich ein Problem hat".

Ich habe angefangen, einen Post zu verfassen, und habe echte Schwierigkeiten, ihn so zu formulieren, dass er nicht nach "Habt ihr alle einen an der Waffel?" klingt. Also portiere ich den Kernpunkt hierher.

Diese Diskussion ist bezeichnend dafür, warum ich nicht Lehrer werde. Lehrer bedeutet hierzulande ungefähr "der Depp an der Tafel". Wenn ein Lehrer eine Entscheidung trifft, ist diese sofort auf juristische Korrektheit zu überprüfen. Wenn ein Lehrer einen Witz macht, fehlt nur die gerechte Strafe für seine sadistischen Anspielungen. Wenn der Lehrer eine Schülerin mag, ist anzunehmen, dass er unmittelbare sexuelle Ansichten hat.

Gut, das sind aber nur die naseweisen Schüler? Nein. Das ist das wirklich hässliche. Es gibt all dies, die Vorurteile sind zu oft gerechtfertigt. Viele Lehrer, die ich in meinem Leben hatte, könnten auch einer Irrenanstalt entlaufen sein. Unsere Schulen sind ein System minderer Qualität, das Tugenden wie Vernunft, Respekt und Weisheit weder bei Schülern noch bei Lehrern besonders belohnt. Nur die totalen Ausrutscher werden korrigiert, der Rest schwimmt in der Suppe.

Da kann und will ich mich einfach nicht dazugesellen. Ich musste das ohnehin schon 13 Jahre lang unter Zwang ertragen. Wenn sich nicht etwas fundamental an der Organisation der Schulen ändert, wird dese Suppe auch Suppe bleiben, maximal vielleicht mit anderem Geschmack. (Suppenfreunde mögen mir das suppenbeleidigende Analogon verzeihen.)