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Amerikaner in Amerika

Kürzlich erst habe ich einen Amerikaner gefragt, ob man in Amerika eigentlich Amerikaner kaufen könnte (das Gebäck). Man erzählte mir, dass es wohl in New York welche geben würde, die heißen dort “Black and Whites” – wegen der schwarzen und weißen Schokolade, die drauf ist. In Deutschland müsste man sie eher “Black or Whites” nennen, schließlich kann man sie auch einfarbig erhalten!

Gebratene Wiener

Uff. Es ist nicht sehr stilecht einen Blogeintrag mit “Uff” zu beginnen. Stimmt.

Ausserdem, wohl sehr zum Leidwesen der Blogbesucher, die tatsächlichen Content *kreisch* lesen wollen, wieder ein trivialer Eintrag. Seufz.

Ich bin in den letzten zwei Tagen circa 70km mit dem Fahrrad gefahren. Leute mit coolen Fahrrädern (Flip) werden sich jetzt denken: “Na und? Haha!” – aber für mich ist das eine relative Leistung, erstens bin ich schwach (militärisch festgestellt) und zweitens ist mein Fahrrad kaputt. Mit “kaputt” meine ich in diesem Kontext: Schaltung kaputt, Bremsen kaputt, Licht kaputt, Lager kaputt, Sattel kaputt, Lenker kaputt und die Kette hat wohl auch nicht mehr den gewünschten Wirkungsgrad (Welcher übrigens bei einer guten Kette bei 98% liegt!).

Äh, ja. 70 Kilometer. Genau. Erschwerend kam also noch hinzu, dass ich seit mehr als einem Tag nichts gegessen habe (abgesehen von einer halben Semmel.) Ein Tag ist hierbei 24 Stunden und enthält damit auch noch eine Nacht. Um der Jammerei eins aufzusetzen hatte ich vor der Strecke, die ich eben gefahren bin (17 km), schon einen extremen Muskelkater, extreme Nacken/Augenschmerzen und mir war schlecht. Aber das war Augenschmerzenbedingt. ^_^

Jedenfalls war ich nach dieser Strecke, bzw, zu diesem Zeitpunkt bin ich es immernoch! – extrem erschöpft. Also, nicht dieses “puh war dieser Wasserkasten schwer”-erschöpft, sondern eher so ein “Ich falle jetzt um und stehe nicht mehr auf”-erschöpft. Glücklicherweise war dieser Zustand noch nicht erreicht, als ich weg von zu Hause bei einer befreundeten Person auf dem Sofa lag und Atemluft leechte. Und Sofafläche, natürlich.

Ich würde fast so weit gehen und sagen: Ich war seit Jahren nicht mehr so erschöpft. Beziehungsweise: Ich war noch NIE so erschöpft. Noch nie, weil ich mich nicht daran erinnere, jemals so erschöpft gewesen zu sein. Ich glaube, jetzt will niemand noch ein “erschöpft” lesen, aber: Ich bin erschöpft. Uff.

Zusätzlich überfiel mich kurz nach meiner Ankunft hier ein extremes Hungergefühl. Naja, ist ja auch kein Wunder, Problem ist nur: Es gibt nichts.

Daher wante wandte wan… habe ich einen Trick angewendet. Ich schaltete die Herdplatte an und stelle eine Pfanne darauf und gab Öl hinzu. Ich war fest entschlossen: Ich würde etwas braten. Egal was. EGAL WAS!

Unter einer Möhre fand ich eine Packung Wiener (4 Stück, Premium Spitzenqualität. Gibt es auch “normale qualität” oder “Normal – Schlechte Qualität”?). Wiener. Pfanne. Wiener. Pfanne. Wiener. Pfanne.

Normalerweise kocht man Wiener. Aber naja, was solls…. habe ich die Wiener halt gebraten. Sie sind dann irgendwann explodiert. Ich habe also als Abendessen Wienerfragmente gegessen – schmecken übrigens nicht viel anders. Und jetzt hänge ich im Sessel und warte, bis es spät genug ist, um ins Bett zu gehen.

Mikrowellenfleisch

Ich bin ja berufsbedingt dazu gezwungen, ab und zu die Mikrowelle als Methode zum Aufwärmen der von mir konsumierten Nahrung zu benutzen. Sprich: Ich lege ein Fertiggericht in die Mikrowelle, stelle die Zeit immer eine Minute über der empfohlenen Zeit und warte.

Mir ist jedoch eine Tendenz aufgefallen, und zwar: Fleisch schmeckt bei diesen Fertiggerichten immer katastrophalst. Reis zeigt die besten Ergebnisse.

Zurück zum Fleisch: Es liegt nicht primär an der Mikrowelle. Es ist einfach nur katastrophales Rohmaterial. Das Fleisch ist entweder knorpelig, voll mit Fettklumpen oder labbrig. Es vergeht einem wirklich allein beim Anblick der Appetit. Essen tue ich meistens nur den Reis und die Soße.

Frage an die Hersteller, wieso ist es so schwer GUTES Basisfleisch zu benutzen? Und wenn das nicht geht… dann lasst das Fleisch weg. Oder gibt es tatsächlich jemandem, der Fett und Knorpel mag?

Grüße aus Amerika I

Wie manche von euch wissen, bin ich ab heute/gestern (je nach Zeitzone) in den Vereinigten Staaten. 1700 Uhr (Ortszeit) in München losgeflogen, von da aus erstmal 2 Stunden Flug nach London,? Heathrow. Ich war positiv vom Service der British Airways überrascht, die auf einen Kurzstreckenflug wenigstens Sandwiches verteilt haben, bei den meisten Airlines gibt es auf solchen Flügen gar nichts (kostenlos).

Danach ging es weiter nach New York, John F. Kennedy Airport. Auf Langstreckenflügen gibt es Standartmäßig auch? persönliche Bildschirme mit Entertainment? System.? Entsprechend habe ich die ersten 2 Stunden des Fluges mit dem Genuss von? Valkyrie (Dt. Titel: Operation Valküre)? verbracht.? Garnicht mal so schlecht, aber ich bezweifle, dass Stauffenberg auch nur annähernd der? Heilige war, als der er? dargestellt wird.? Und? noch eine positive Überraschung im? kulinarischen Bereich. Neben dem? flugtypischen “OMG-was-ist-das-und-wieso-hat-es-sich-zu-einem-Klumpen-zusammengezogen”-Essen gab es ein Stück? vorzügliche Schokotorte, die einer? wirklichen Patisserie würdig gewesen wäre. Respekt.

Nach 7 Stunden Flug um 2200 Uhr (Ortszeit) angekommen, am “selben” Tag. Und danach die Show der paranoiden Amerikaner genossen. JEDER Einreisende in die USA muss sich registrieren lassen, mit Bild und Fingerabdrücken (ja, mehrere). Und auf dem Visaformular die typischen “Sind-sie-ein-Terrorist”-Fragen beantworten. Wobei es sich garnicht so um Terroristen handelt. Eher Fragen wie “Waren sie in der Zeit von 1933 bis ’45 mit der Verfolgung von Juden im 3. Reich beschäftigt” oder “Sind sie ein russischer Spion” (beide im übertragenen Sinne, die Absicht kommt aber deutlich heraus). Und nach 2 Stunden, waren wir aus JFK draussen. Ja, es dauert genauso lang, in New York aus dem Flughafen zu kommen, wie nach London zu fliegen. Paradox.

Anschließend brauchten wir noch unseren Mietwagen. Da zeichnet sich eine amerikatypische Gemeinsamkeit zum letzten Besuch (damals an der Westküste) ab. Damals hatten wir einen Zahlendreher in der Parkplatznummer und entsprechend das erste Mal das falsche Auto. Das 2. war größer und komfortabler. Dieses Mal hatten wir den richtigen Stellplatz, aber trotzdem das falsche Auto. Und wieder ist das 2. größer und komfortabler. Wer will auch Ford fahren :)

Jetzt ist es nach 7 am 30.05.2009, sonnig.? Das Hotel hat, wie fast alle in den USA kostenloses WLAN, also werde ich zusehen, dass ich eine Art Erlebnistagebuch für die daheimgebliebenen anlege.

Urlaubsgrüße aus Amerika, Michi