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Früher war alles besser. Früher fuhren weniger Autos weniger schnell auf der Straße, Geld war mehr wert, alle waren gesünder und Batterien hielten länger. Naja, teilweise richtig. Heute war ich rein zufällig in Brunnthal, der letzten Bastion der vernünftigen McDonalds, einen kleinen Snack essen. Der aufmerksame Leser wird sich fragen, "Wann ist ein McDonalds denn vernünftiger als ein anderer McDonalds?"

Früher war das Bezahlsystem etwa wie folgt:
1. Man betritt den McDonalds.
2. Man sieht eventuell die Schlangen vor den Kassen :
-> 2a. Die Schlangen sind zu lang, man hat es nicht eilig, der Hunger zu groß - man sucht sich einen anderen Essensverkäufer.
-> 2b. Die Schlangen sind zu lang, man hat es eilig, aber man reduziert seine Kaufwahl auf etwas, was sicherlich in Sekunden verfügbar ist - ein Cheeseburger zB.
-> 2c. Die Schlange ist kurz oder man hat es nicht eilig.
3. Man gibt seine Bestellung auf.
4. Die Verkaufskraft sucht das Essen zusammen.
5. Die Verkaufskraft übergibt einem das Gewünschte.
6. Essen.

Nun kam ein (vermutlich Informatiker mit unabgeschlossener Ausbildung), der sich vermutlich dachte: Hey, objektorientiertes Programmierkonzept ist modern, Abstraktion und Kapselung ist cutting edge - wieso nicht hier!
Das neue Bezahlsystem ist also wie folgt:

1. Man betritt den McDonalds.
2. Man sieht keine Schlangen vor den Kassen - Yay!
3. Man gibt seine Bestellung auf und bekommt eine Nummer.
4. Man dreht sich um und sieht einen Pulk an Menschen, die auf ein Display starren.
5. Ein Mitarbeiter liest eine Bestellung von einem Bildschirm ab. Die Verkaufskräfte haben währenddessen nichts zu tun.
6. Der Mitarbeiter geht in die Küche und überträgt die Bestellung.
7. Der Mitarbeiter wartet.
8. Der Mitarbeiter holt ein Tablet und stellt es zu anderen Tablets, wo bestelltes Essen kalt wird.
9. Ein anderer Mitarbeiter analysiert die Bestellungen, und sucht die zugehörige Bestellung. Er drückt auf das Display und die Zahl erscheint auf dem großen Display.
10. Ein Mensch löst sich aus dem Pulk und eilt zu dem Mitarbeiter.
11. Der Mensch untersucht seine Bestellung, und nimmt sie mit.
12. Für den Menschen gibt es Essen.

Die Vorteile des neuen Systems im Vergleich zum alten sind also:
- Es läuft kein Kunde mehr weg, weil die Schlangen an den Kassen zu lang sind.
Die Nachteile des neuen Systems im Vergleich zum alten:
- Der Kunde kann nicht mehr einschätzen, wie lange seine Bestellung benötigen wird.
- Die Größe der Bestellung ist egal. Ein Cheeseburger wird hinter allen anderen Bestellungen eingereiht.
- Viele Mitarbeiter sind über lange Zeit hinweg idle.
- Es ist ultranervig.
- Ich hasse es.

Und das ist der Grund warum ich nicht mehr in McDonalds gehe, die dieses Bestellkonzept haben. Bai-bai, Brunnthal-McD. :|

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In der Uni gibt es Hausaufgaben. Das sind sogenannte Übungsblätter, für deren Bearbeitung es manchmal bestimmte Boni gibt. Kurz ein Zusatz zu Boni: Interessanterweise (oder vielleicht auch offensichtlich) funktionieren die wirklich, Fächer mit Übungsblattbonus werden in der Übungsblatt-ToDo-Queue höher priorisiert. Ich persönlich finde den Bonus praktisch, aber irgendwie auch seltsam: Studenten, die nur lernen wollen, weil sie unmittelbar etwas dafür bekommen... das Motivationssystem erinnert mich etwas an Hunde. Nunja.
Zu Beginn jeder Vorlesung lässt es sich kein Dozent nehmen, eine Tabelle zu präsentieren, auf der Klausurergebnisse abhängig von den abgegebenen Übungsblättern dargestellt sind; die Botschaft ist eindeutig: Mach alle Übungsblätter, und du bestehst die Klausur. Meiner Meinung nach ist die Schlussfolgerung falsch.
Die Tabellen berücksichtigen nämlich nicht die abgegebenen Übungsblätter, sondern die abgegebenen richtigen Lösungen. Jemand, der alle Übungsblätter macht, aber Schwierigkeiten hat und alles falsch macht, taucht in diesen Tabellen bei "0%" auf - ist also in der gleichen Kategorie wie Studenten, die die Aufgaben gar nicht angeschaut haben. Die korrekte Botschaft wäre meiner Meinung nach eher: "Wenn du den Stoff perfekt beherrscht, bestehst du die Klausur" - was aber prinzipiell unabhängig von den gemachten Übungsblättern ist.
Die Dozenten könnten auch einfach sagen, dass Übung wichtig ist zum Festigen des Stoffes, und die, die das nicht verstehen, ihrem Schicksal überlassen. :3 [/Elite]

Übrigens, für all die die es noch nicht wissen, wir haben vor ein paar Tagen 100.000 Unique Visitors erreicht. Anlässlich dazu gab es ein Theme-Wechsel.
Das Theme seht ihr links, rechts, über und unter diesem Eintrag.

Ja, ist mir klar, dass das Theme Hammer aussieht. Viel wichtiger als dies jedoch:
Wisst ihr, dass dieser Server seit Mai 2006 existiert*? Krass! Übrigens ist dieser Vertrag bereits gekündigt, läuft aber noch bis Mai 2013 weiter.
Dann geht dieser Server offline. Das heisst, er wird genau 7 Jahre existent gewesen sein! \o/

In diesem Sinne,
Gute Nacht und genießt das Theme. :3

*Blog erst seit 2009 oder so