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Zimmerputz

So. Ich habe mein Zimmer sauber gemacht. Also so richtig richtig sauber gemacht. So wie ich es hier angekündigt hatte. Dabei habe ich Dinge gefunden von deren Existenz ich gar nichts oder nur vage etwas wusste.

  • ein DVD-Laufwerk mit der Beschriftung “vermutlich defekt” (meine Handschrift)
  • Roller Coaster Tycoon 1 und Addon. Yay das war ein cooles Spiel!
  • Mech Commander o.o ich kann mich gar nicht erinnern das durchgespielt zu haben. Soll ich das nachholen?
  • einen halben Bambus, ca. 50 cm lang
  • einen Zettel, dass mir jemand noch 4,95€ schuldet (lol)
  • FONIC-Handbuch. Ich habe es in die Schublade für ewiges Aufbewahren von vermutlich niemals benötigten Gegenständen gelegt. Mit Fonic bin ich übrigens zufrieden.
  • 3,5″-Diskettenlaufwerk (mit Diskette, juchu!)
  • IDE-Kabel (War ja klar, dass man sowas findet. Soll ich das auch in oben genannte Schublade legen?)
  • vier PC3200-RAM-Bausteine mit vermutlich jeweils 512MB Speicherkapazität (braucht die jemand?)
  • eine Sockel-939-CPU mit der Beschriftung “3000+” (braucht die jemand?)
  • eine Super-Mario-Taschentücherpackung!

Die Fehlerbalken der fünf Wirtschaftsweisen

Aus einer Nachrichtensendung auf Bayern 5 erfuhr ich, dass Angela Merkel bemängelt hat, dass im Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung keine Fehlerbalken angegeben seien.
Wer im Wirtschaftsunterricht aufgepasst hat, dem ist der Sachverständigenrat auch unter dem Namen “die fünf Wirtschaftsweisen” bekannt. Und wer in Statistik aufgepasst hat, dem ist bekannt, dass die Angabe eines Zahlenwertes ohne Angabe der statistischen Signifikanz – sprich Fehlerbalken – so gut wie nutzlos ist.
Ich wollte nicht glauben, dass keine Fehler angegeben wurden. Doch ein überfliegender Blick in den Bericht bestätigt: es gibt keine Fehlerangaben. Dabei ist die prognostizierte Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts für 2013 mit 0,8% doch sehr nahe an Null (es könnte womöglich mit 0,9% schwanken) und mit einer einzigen signifikanten Stelle (der 8) auch noch ungenau. Ein bisschen mehr Information ist in der Tat wünschenswert, wenn man Entscheidungen für Deutschland auf Grund dieser Zahl treffen soll. Merkel++; Es scheint mir, als sei Statistik generell unbeliebt. Der Radiosprecher meinte übrigens noch, dass die Wirtschaftsweisen mit ihren zurückliegenden Prognosen meistens falsch lagen. Darüber habe ich aber keine Quellen gefunden.

Griechische Symbole in Quellcode

Häufig lese ich in Foren Beiträge der folgenden Art, meistens von Physikern geschrieben: “Ich würde gerne griechische Symbole in meinem Quellcode verwenden.”
Dann denke ich mir:

  1. Du Idiot.
  2. Du Idiot.
  3. Wo liegt das Problem? Wenn du ein Idiot sein willst, dann tu es doch einfach.

Viele moderne Sprachen unterstützen Unicode auch im Quellcode. Folgendes Code-Beispiel ist gültiger C#-Code:

C#-Code mit griechischen Symbolen


Ebenfalls sind asiatische Schriftzeichen erlaubt:

C#-Code mit Kanjis


Bedenke jedoch: Should I really do that?

Orientierungssinn

Vor ein paar Jahren nahm ich an einem Experiment einer Studie über den menschlichen Orientierungssinn als Proband teil. Der Experimentator, er hieß Lukas, teilte mir danach mit, dass mein Gehirn ausschließlich ein dreidimensionales Modell der Umgebung erstellen würde, aber dabei keine Farben, Texturen oder ähnliches aufnimmt. Wenn ich mich bewege, so sagte er mir, dann würde ich mir den zurückgelegten Weg mit Längen- und Winkelmaßen merken und so immer wissen, wo ich bin. In Ermangelung eines Namens nenne ich das die Typ-A-Navigation. Andere Menschen mit Typ-B-Navigation hingegen würden ausschließlich markante Objekte speichern sowie Informationen, wie man zum nächsten Objekt gelangt. Also beispielsweise würden sie sich den Kirchturm merken und zusätzlich die Information, dass es hinter dem Kirchturm rechts zum Bäcker geht, am Kirschbaum vorbei.
Typ A hätte sich gemerkt, dass man zuerst 100m gerade gehen muss. Dann ist Typ A bei der Kirche, ohne zu merken, dass es eine Kirche ist. Er wüsste aber, dass er sich jetzt um 90 Grad nach rechts drehen muss und dann weitere 100m gehen muss. Den Kirschbaum hätte er nicht bemerkt. Es gibt laut Lukas also genau zwei verschiedene Arten der menschlichen Navigation. Ich war Typ A. So weit, so gut.

Nach dem Experiment hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn ich hatte geschummelt. more »

Auf der anderen Seite der Klausur

Gemütlich lese ich mir die Klausur durch. “Interessante Aufgaben”, denke ich mir. Doch erst mal einen Schluck Wasser trinken und einen Schokoriegel essen. Ich lese weiter. Die letze Aufgabe ist eigentlich nicht schwierig. Man soll ein Kreuzprodukt berechnen. Ich hätte mir einen Stift mitnehmen sollen, um die Aufgaben zu lösen! more »

6 Monate sind nicht 6 Monate

Ich konnte nicht einschlafen. Dies veranlasste mich dazu eine kleine Analyse vorzunehmen, wann der günstigste Zeitpunkt ist um eine Abschlussarbeit anzumelden, für die man “6 Monate” Zeit hat. Bei uns an der Uni wird das konkret so implementiert, dass zur momentanen Monatszahl 6 hinzu addiert wird. Meldet man seine Arbeit beispielsweise am 1.1. an, so muss man am 1.7. abgeben. Nicht klar ist mir, wann Abgabe ist wenn man am 31.3. anmeldet. Schließlich existiert der 31.9. nicht. Außerdem gibt es Schaltjahre. Ein Student, der im Jahr 2012 den Februar hindurch arbeitet hat also einen Tag mehr Zeit als einer der am gleichen Datum ein Jahr später anmeldet.
Daher gibt es hier eine kleine Übersicht für die Jahre 2012 und 2013, die angibt wie viel Zeit man effektiv hat, wenn man jeweils am 1. des Monats anmeldet:

  • 01.01.2012 bis 01.07.2012: 182 Tage
  • 01.02.2012 bis 01.08.2012: 182 Tage
  • 01.03.2012 bis 01.09.2012: 184 Tage
  • 01.04.2012 bis 01.10.2012: 183 Tage
  • 01.05.2012 bis 01.11.2012: 184 Tage
  • 01.06.2012 bis 01.12.2012: 183 Tage
  • 01.07.2012 bis 01.01.2013: 184 Tage
  • 01.08.2012 bis 01.02.2013: 184 Tage
  • 01.09.2012 bis 01.03.2013: 181 Tage
  • 01.10.2012 bis 01.04.2013: 182 Tage
  • 01.11.2012 bis 01.05.2013: 181 Tage
  • 01.12.2012 bis 01.06.2013: 182 Tage
  • 01.01.2013 bis 01.07.2013: 181 Tage
  • 01.02.2013 bis 01.08.2013: 181 Tage
  • 01.03.2013 bis 01.09.2013: 184 Tage
  • 01.04.2013 bis 01.10.2013: 183 Tage
  • 01.05.2013 bis 01.11.2013: 184 Tage
  • 01.06.2013 bis 01.12.2013: 183 Tage
  • 01.07.2013 bis 01.01.2014: 184 Tage
  • 01.08.2013 bis 01.02.2014: 184 Tage
  • 01.09.2013 bis 01.03.2014: 181 Tage
  • 01.10.2013 bis 01.04.2014: 182 Tage
  • 01.11.2013 bis 01.05.2014: 181 Tage
  • 01.12.2013 bis 01.06.2014: 182 Tage

Also nicht am 1.9. oder 1.11. eines Jahres anmelden, und am 1.1. oder 1.2. nur in Schaltjahren! Sonst hat man hier am wenigsten Zeit!

Sicherheitskontrolle

Meinen Koffer durfte ich nach einer kurzen Psychokontrolle, ob ich Waffen dabei hätte, ohne nenneswerte Warteschlange direkt abgeben. Nach der Handgepäckkontrolle und der Zollkontrolle kommt bekanntlich die zweite Psychokontrolle.
Vor mir war eine irakische Familie, in der nur der Vater ein wenig Englisch sprach, alle anderen gar keins. Ihr wurden noch einmal die Fragen gestellt, wer denn Besitzer, Eigentümer und Packer der Koffer sowie deren Inhalte sei. Die Sicherheitsdame war sichtlich angespannt. Zuerst kam die Familie nämlich aus Babylon, jetzt doch aus Bagdad. Daraufhin sollten sie beantworten, wie sie denn von Bagdad nach Babylon gekommen wären. Die simple Antwort lautete “By car!”.
Ist das realistisch? Ich habe keine Ahnung wo Bagdad und Babylon liegen. Nun ja, man gab sich zufrieden.
Nach dieser zweiten Psychokontrolle kam noch mal die obligatorische Handgepäckkontrolle. Interessant war, dass einige Menschen sehr gefilzt wurden, ich hingegen durchgewunken wurde und meinen Rucksack weder absetzen, geschweige denn öffnen musste! Man schickte mich durch einen – meiner Meinung nach – ausgeschalteten Scanner. Das erschien mir seltsam. Die Person vor mir und die irakische Familie vor, dann neben, dann hinter mir wurde detailliert auf für humanoide Lebensformen untypische Materialien untersucht. Sie mussten sich im Kreis drehen, ihre Füße hochheben, die Taschen entleeren und einen Kopfstand machen. Der Hand-Metalldetektor piepste reichlich, es wurde jedoch nichts beanstandet. Da fragte ich mich ob das Gerät einen Pieps-Knopf besäße um untersuchte Personen zu verunsichern? Vielleicht wird gar nicht nach Metall gesucht, sondern der Sicherheitsangestellte erkennt minimales Zittern des Körpers als Reaktion auf ein erwartetes bzw. unerwartetes Piepsen des Detektors! Nach ausgiebigem Warten auf mein Flugzeug, neugieriger Beobachtung der Sicherheitskontrolle und erfolgreicher Schneeräumung der Startbahn durch mehrere in Kolonne fahrender Dingsbums kam ich zu folgender These: europäischen Staatsbürgern wird die zweite Taschenüberprüfung erspart. Alle anderen werden erneut überprüft. Allerdings wurde mir nicht klar, wie die Mitarbeiter der Psychokontrolle denen an der Taschenkontrolle bekannt gaben, wer welche Nationalität hat und durch welchen Scanner soll, den eingeschalteten oder den ausgeschalteten. Später wurde aber ein älteres, englisch sprechendes Ehepar durch den ausgeschalteten Scanner gewunken. Nun gut, vielleicht waren es Staatsbürger Großbritanniens. Vielleicht werden die Leute aber auch einfach zufällig ausgesucht. Das System wird schon durchdacht sein, denke ich mal?
Bei der dritten Handgepäckkontrolle am Zwischenlandungsflughafen wurde dann mein Brillenetui vom Scanner als gefährlicher Gegenstand identifiziert.
Guten Flug!

Winterzeit

Wer es noch nicht mitbekommen hat: heute Nacht war Zeitumstellung – von Sommerzeit auf Winterzeit. Bei mir stellen sich fast alle Uhren automatisch um: Wecker, Küchenuhr, Computeruhr, … Die Zeitumstellung ist nichts, was mich wahnsinnig interessiert. So habe ich auch erst gestern Abend überhaupt erfahren, dass eine Zeitumstellung kurz bevor steht. Ich warte auf das Mal, an dem ich erst am Morgen nach der Zeitumstellung von selbiger erfahre! Das würde ich lustig finden.

?!

Zufällig stieß ich auf einen Online-Artikel der Süddeutschen Zeitung, in dem es darum ging, dass sich viele Leute über den “Echtnamenzwang” von Google+ beschwerten. Soll heißen: man darf keine Pseudonyme oder Nicknamen verwenden. (Der Artikel ist schon ein paar Wochen alt – Google hat die Echtnamen-Richtlinie inzwischen entschärft.)
Gut, beschweren kann man sich ja mal, wenn einem was nicht taugt. Aber es gab sogar einen offenen Brief von Abgeordneten an Google mit der Aufforderung Pseudonyme zu erlauben. Irgendwelche Begründungen werden auch hinterhergeschmissen. Was ich nicht verstehe: Google+ ist kostenlos. Wenn mir die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht gefallen, dann werde ich einfach nicht Mitglied und wähle ein Konkurrenzprodukt. Oder nicht? Wenn mir ein Joghurt nicht süß genug ist, dann schreibe ich doch auch nicht einen Brief an den Hersteller mit der Bitte um mehr Zucker, sondern kaufe einfach einen anderen Joghurt! Oder sehe ich hier was falsch?

Hirn

Das menschliche Gehirn – besonders mein eigenes – haha – erstaunt mich immer wieder.
Ich saß also heute ganz entspannt auf einer Bank und wartete auf den Bus, der, wie jeden Morgen, unpünktlich kam. Neben mir wurmte ein Wurm sein Wurmdasein und eine Wolke zog vorüber. Um mich herum die geernteten Felder der Bauern. Und plötzlich – zack – kam mir der Gedanke, ob ich gestern in einer E-Mail, die ich auf Englisch verfasst hatte, das Wort “to lose (verlieren)” richtig geschrieben hatte, oder ob ich nicht versehentlich “loose (locker)” getippt hatte. Der Gedanke beschäftigte mich die ganze Busfahrt lang. more »